„Faust – Der Tragödie erster Teil“ zuGast im Konzert- und Bühnenhaus

Zeitgemäß, aktuell, unterhaltend, mal ernst, mal heiter – es gilt viele Genres bei der Zusammenstellung des Theaterprogramms abzudecken, wenn es um die Erstellung des Spielplans geht. Dessen sind sich die Verantwortlichen des Kevelaer Marketing und des Kulturausschusses der Stadt Kevelaer bewusst. Mit der ersten Aufführung im Jahr 2017 werden die Theaterbesucher erleben, wie Klassiker dem Zeitgeist in besonderer Weise gerecht werden können. Und gerade dies verspricht das Theaterstück „Faust – Der Tragödie erster Teil“ am Mittwoch, 11. Januar, um 20.00 Uhr im Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer.

Kann „Faust“ eine Frau sein?

„Faust“ von Johann Wolfgang Goethe wird mit Friederike Bellstedt als Faust von der Burghofbühne Dinslaken einer neuzeitlichen Umsetzung in besonderer Weise gerecht. „Gerade darin liegt eine Chance“, sagt Matthias Fontheim, verantwortlich für die Inszenierung und Bühne, und strahlt eine Energie und eine Freude aus, die neugierig auf die Umsetzung auf der Bühne macht. „Wir gehen ganz spielerisch heran, historisch geradezu wie man früher Theater vom Karren herunter machte.“ Der „Faust“ der Burghofbühne wird zur Parabel über den Menschen. Und so spielt, mit der Selbstverständlichkeit wie Frauen heute in Gesellschaft, Beruf und Politik alle Rollen offenstehen, Friederike Bellstedt den Titelpart. Der alternde Wissenschaftler Faust ist frustriert – sein Studium bringt ihm keine neuen Erkenntnisse und keine Befriedigung mehr. Um herauszufinden, was die Welt „im Innersten zusammenhält“, wendet er sich der Geisterbeschwörung zu – ohne Erfolg. Zum Selbstmord entschlossen, zieht es ihn dann doch wieder hinaus zu den Menschen.

Mephistopheles sieht seine Chance gekommen, Faust auf die dunkle Seite zu locken und bietet Faust eine Wette an: Wenn er es schafft Fausts Lebensgier wieder zu wecken, sodass er zum Augenblick sagt: „Verweile doch, du bist so schön“, dann gehört Faust im Jenseits ihm. Also ziehen die beiden gemeinsam los auf der Suche nach Vergnügen. Da zum Vergnügen die Jugend unerlässlich scheint, wird Faust zunächst einer Verjüngungskur unterzogen. Das Kneipenleben und der Alkohol können Faust jedoch nicht locken, dafür findet er aber Gefallen an Gretchen. Ausgerechnet diese brave Seele soll Mephistopheles ihm verschaffen. Von ihrer Eroberung verspricht sich Faust den größtmöglichen Lustgewinn. Doch zu welchem Preis? Der Plan scheitert, kann nur scheitern, weil Faust auf das menschlichste aller Gefühle stößt – die Liebe. Das Opfer dabei ist Gretchen – verführt, verlassen und erst im Tode von Gott erlöst.

Eintrittskarten für das Theaterstück „Faust – Der Tragödie erster Teil“ am Mittwoch, 11. Januar, sind zum Preis von 9,00 bis 16,50 Euro beim Kevelaer Marketing im Erdgeschoss des Rathauses der Stadt Kevelaer, Peter-Plümpe-Platz 12, 47623 Kevelaer, Tel.-Nr.: 0 28 32 / 122-150 bis -153, oder an der Abendkasse erhältlich.

Bildunterschrift (Faust):
Am Mittwoch, 11. Januar, wird in Kevelaers „guter Stube“ der Klassiker „Faust – Der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang Goethe präsentiert.