Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und Deutschland sicher im Netz (DsiN) stellen ein neues Online-Angebot für ältere Menschen auf der Messe „Die 66“ in München vor. Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, bezeichnet das Projekt als große Hilfe für ältere Menschen, die Chancen des Internets sicher zu nutzen. Der Digital-Kompass unterstützt Engagement für ältere Menschen.

Über zehn Millionen Menschen im Rentenalter nutzen in Deutschland täglich das Internet. Viele geben ihr Wissen gern an andere Seniorinnen und Senioren weiter. Um sie in ihrem Engagement zu unterstützen, haben die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) den Digital-Kompass (www.digital-kompass.de) ins Leben gerufen. Auf dieser Plattform finden Interessierte Lehrmaterialen und praktische Tipps für ihre Schulungen und Beratungen älterer Menschen sowie für den direkten Austausch mit Gleichgesinnten.
Anlässlich der Publikumspräsentation auf der Senioren-Messe „Die 66“ vom 8. bis 10. April in München erklärt Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: „Ich freue mich über dieses Projekt. Gerade für ältere Menschen bietet das Internet eine Fülle von Chancen, ihren Alltag zu erleichtern und zu bereichern. Sie vertrauen dabei oftmals auf die Empfehlungen von Ratgebern aus ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis – und genau diese sollen hier erreicht werden.“

Auch DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger betont die Bedeutung digitaler Dienste für den Alltag älterer Menschen: „Gerade für die älteren Generationen stellen digitale Dienste eine spürbare Bereicherung des Lebensalltags dar. Der Weg z.B. zur Bank oder zum Kaufhaus kann entfallen. Viele Senioren fordern daher zu Recht eine bessere Unterstützung im souveränen Umgang mit Computer und Internet.“
Dr. Barbara Keck, Geschäftsführerin der BAGSO Service Gesellschaft, hebt insbesondere die mit dem Digital-Kompass verbundene Arbeitserleichterung für ehrenamtlich Engagierte hervor: „Viele freiwillig Engagierte begleiten ältere Menschen im Netz und halten sie über digitale Neuheiten auf dem Laufenden. Der Digital-Kompass bietet ihnen vielfältige praxisnahe Materialien und ermöglicht ihnen den Austausch untereinander.“

Besucher der Messe „Die 66“ haben die Möglichkeit, live vor Ort an den ersten „Digitalen Stammtischen“ des Digital-Kompass teilzunehmen. So wird am Freitag, dem 8. April, um 15:30 Uhr Dr. Markus Marquard vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm per Video online zugeschaltet, um Fragen der Standbesucher zu sozialen Netzwerken für die Generation 60plus live zu beantworten.
Der Digital-Kompass richtet sich bundesweit an engagierte Menschen in Senioren-Computerclubs, Volkshochschulen, Vereinen, Kirchengemeinden und anderen Einrichtungen, die Seniorinnen und Senioren im Alltag begleiten. Er umfasst Schulungsmaterialien und Präsentationen sowie ein Online-Forum für den direkten Austausch untereinander.
Über digitale Stammtische können Fragen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer direkt von Experten per Videokonferenz beantwortet werden. Der Digital-Kompass ist ein gemeinsames Projekt von Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen und Deutschland sicher im Netz und wird durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert. Zu den weiteren Partnern zählen die VERBRAUCHER INITIATIVE, die Stiftung Digitale Chancen und das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit.