Seit Anfang Januar 2016 gilt das neue Wohngeldgesetz. Mit einer Wohngeldreform ab dem 01.01.2016 will die Bundesregierung das Wohngeld an die Entwicklung der Einkommen und der Warmmieten seit der letzten Reform 2009 anpassen. Insgesamt soll das Wohngeld damit steigen und zusätzliche Haushalte zu wohngeldberechtigten Haushalten machen. Zum einen sind die sogenannten Tabellenwerte (Einkommensgrenzen) angepasst. Damit soll neben dem Anstieg der Bruttokaltmieten und des Einkommens auch der Anstieg der warmen Nebenkosten und damit insgesamt der Bruttowarmmiete berücksichtigt werden. Zum anderen wurden die Miethöchstbeträge regional gestaffelt angehoben. Die Miethöchstbeträge bestimmen den Betrag, bis zu dem die Miete durch das Wohngeld bezuschusst wird. Von der Wohngeldreform werden bundesweit rund 870.000 Haushalte profitieren.

Die Reform tritt am 1. Januar 2016 in Kraft. Auf Wohngeld besteht ein Rechtsanspruch! Durch das Wohngeld sind Haushalte mit geringem Einkommen nicht auf das enge Wohnungssegment mit besonders günstigen Mieten beschränkt, sondern haben auch Zugang zu Wohnungen mit durchschnittlichen Mieten.
Antragsteller und Empfänger der Leistungen können Mieter von Wohnungen sein. Sie erhalten einen Mietzuschuss. Auch Besitzer von selbstgenutztem Eigentum können über den sogenannten Lastenzuschuss für selbstgenutzte Eigenheime und Eigentumswohnungen das Wohngeld nutzen. Auch hier gilt die rechtzeitige Antragstellung beim Amt für Soziales. Zusätzlich besteht durch einen Wohngeldanspruch für Haushalte mit Kindern auch ein Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket nach dem Sozialgesetzbuch. Leistungen wie z. B. Klassenfahrten, Mittagessen, Lernförderung werden hierüber gefördert. Auskünfte und Antragstellungen können beim Amt für Soziales am Hoogeweg 71, im Erdgeschoss Zimmer 20 und 21 gestellt werden.

Öffnungszeiten für eine persönliche Vorsprache sind: Montags bis Freitags 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr, Mittwochs geschlossen.
Nachmittags Termine nach telefonischer Vereinbarung unter den Rufnummern 122-334 oder 122-335 oder 122-336.

Weitere Informationen zur Wohngeldreform finden Interessierte auf der Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unter: http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/wohngeld_broschuere_bf.pdf