Das war ein aufregender Tag für die Kinder der Kindertagesstätte Marienkäfer aus Kevelaer. 28 Jungen und Mädchen besuchten nun die Alte Mühle Donsbrüggen. Los ging es um kurz vor neun mit dem Bus. Schon die gut 30 minütige Fahrt mit dem großen Bus war für viele der Kleinen ein Abenteuer. In Kleve angekommen, gingen sie in zwei Gruppen aufgeteilt auf Entdeckungsreise in die Welt des Müllers und des Bäckers. Beim Rundgang durch die Mühle staunten die Kinder über die Arbeit in einer Windmühle. Sie erfuhren, wie aus den Getreide-Feldern, die den Niederrhein im Sommer goldgelb leuchten lassen, Schritt für Schritt das Mehl für Brot, Brötchen und Kuchen entsteht. „Die Kinder sind immer ganz gebannt bei den Führungen. Anschaulicher lässt sich das Handwerk des Müllers kaum vermitteln“, ist sich Beate Kaus, Leiterin der Kindertagesstätte Marienkäfer, sicher.

Alle zwei Jahre stehe der Besuch in Donsbrüggen daher im Veranstaltungskalender der Kita. Denn dass „die Begegnung mit dem Korn und der praktischen Anwendung nicht nur ein spannendes Vergnügen, sondern ein abwechslungsreiches und informatives Programm ist, bei dem Lernen gleich doppelt Spaß macht“, so der Förderkreis Alte Mühle Donsbrüggen, kann Beate Kaus bestätigen.

 

Frühstück mit Selbstgebackenem

Zuschauen ist ja gut, selber machen macht aber viel mehr Spaß: Nachdem sie beim Teig zubereiten dem Bäcker über die Schulter schauen konnten, bekamen die kleinen Besucher jeder ein Stück Teig, das sie mit ihren eigenen Händen kneten und formen konnten. Nach einer halben Stunde im heißen Ofen freuten sich die Nachwuchs-Bäcker über ihre duftenden Brote. Da fiel das Warten bis zum nächsten Vormittag sicherlich schwer: Erstmals gab es in diesem Jahr nach dem Mühlenbesuch ein gemeinsames Frühstück mit den Eltern. Dabei wurde das Selbstgebackene mit vielen „Hmm, wie lecker“ gelobt. Ansporn für die kleinen Marienkäfer, beim nächsten Backen zuhause zu helfen.