Es ist belegt, dass gerade ältere Menschen aufgrund ihrer Lebenserfahrung Experten für die eigene Sicherheit sind. Um sie aber vor Kriminalität im Alltag zu schützen, sie für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und ihnen nützliche Tipps an die Hand zu geben, sind jetzt zwei neue Broschüren erschienen. An deren Inhalt und Aufmachung hat die Landesseniorenvertretung (LSV NRW) gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) in Düsseldorf maßgeblich mitgewirkt.

„Sicher Leben“ und „Sicher zu Hause“ sind die Titel der beiden Hefte, die als Ratgeber für „Ältere und Junggebliebene“ eine besondere Rolle in der Präventionsarbeit der Polizei, aber auch der Seniorenorganisationen einnehmen sollen. „Die Bandbreite der Themen ist der Lebenslage älterer Menschen angepasst und geht auf die besonderen Delikte ein, die an der Haustür, unterwegs, im Internet, am Telefon oder in der Pflege von Tätern ganz gezielt auf diese Altersgruppe hin entwickelt worden sind“. Deshalb ist Jürgen Jentsch, stellvertretender Vorsitzender der Landesseniorenvertretung und Mitglied im Landespräventionsrat NRW, sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Seniorenvertretern und der Polizei. „Hier treffen die Lebenswirklichkeit der Betroffenen mit den Konzepten und langjährigen Erfahrungen der Polizei zusammen – herausgekommen sind zwei übersichtliche, informative und lebendig bebilderte Broschüren, die sich als wirklich handliche und nützliche Ratgeber erweisen werden“, freut sich auch Gaby Schnell, die Vorsitzende der LSV NRW, über das Ergebnis der konstruktiven Zusammenarbeit, an der auch der Weiße Ring als Opferschutzorganisation und die Landesarbeitsgemeinschaft der politischer Seniorenorganisationen NRW (LAGSO) beteiligt waren.

Das Landeskriminalamt NRW betont aus diesem Anlass die Notwendigkeit, ältere Menschen zu erreichen. „Da immer mehr Menschen immer älter werden, entwickeln sich vermehrt spezifische, auf ältere Opfer ausgerichtete Deliktsmuster“, erklärte Wolfgang Hermanns, Dezernatsleiter Prävention im Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen. Diese Tricks und üblen Maschen bekannt zu machen und durch Verhaltenstipps und Informationen gerade Senioren vor Gefahren zu schützen, ist das Ziel der Broschüren. „Daran gemeinsam mit der Polizei mitgewirkt zu haben, entspricht unserem Auftrag als Interessenvertretung der Älteren und ist für die LSV ein gutes Gefühl“, resümiert Gaby Schnell.

Herausgeber der Broschüren ist das Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) der Länder und des Bundes.

Gaby Schnell
Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW

Seniorenbroschüren_ProPK