Ohne Zustimmung entfällt der Leistungsanspruch

Ferienzeit ist Urlaubszeit. Auch wenn der Gesetzgeber für Bezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II keinen Urlaub im engeren Sinne vorsieht, so können sich Bezieher des sogenannten Hartz IV dennoch für bis zu drei Wochen außerhalb des orts- und zeitnahen Bereiches aufhalten. Diese Zeit kann dann auch z. B. für eine Urlaubsfahrt genutzt werden. Da die Bezieher in dieser Zeit jedoch nicht für die Eingliederung in Arbeit zur Verfügung stehen, muss das Jobcenter vor der Abwesenheit die Zustimmung erteilen. Darauf weist das Jobcenter der Stadt Kevelaer hin. Wer sich mit Zustimmung länger als drei, aber nicht mehr als sechs Wochen außerhalb des orts- und zeitnahen Bereiches aufhält, bekommt nur für die ersten drei Wochen Leistungen. Und bei einem Zeitraum von mehr als Wochen entfallen die Leistungen vollständig. Außerhalb des genehmigten Zeitraumes müssen Leistungsberechtigte jederzeit unter ihrer Anschrift erreichbar sein. Denn auf eine Vermittlung oder eine andere Eingliederungsmaßnahme müssen SGB II Bezieher grundsätzlich umgehend reagieren. Wer also eine Ortsabwesenheit plant, sollte sich vor der Abwesenheit an die zuständige Sachbearbeitung wenden, um keine unnötigen und unangenehmen Überraschungen zu erleben. Denn die Leistungen fallen ohne vorherige Zustimmung vollständig weg.