Seit Mai steht die Jugendherberge in Kevelaer unter neuer Leitung. Wir haben Holger Wortberg getroffen und erfahren, was den Standort Kevelaer für ihn ausmacht, was ihm wichtig ist und welche Projekte er für seine Gäste auf den Weg bringen möchte.

Über das ganze Jahr hinweg verbringen zahlreiche Schulklassen, Vereine und Sportgruppen in der Jugendherberge Kevelaer abwechslungsreiche Tage. Ob Kanufahren, Fahrradfahren, Wandern oder Pilgern – die Natur rund um die JH bietet dafür den perfekten Rahmen. So ist die Bett & Bike-Jugendherberge ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren durch die Niederrheinlandschaft. Als gebürtiger Münsterländer und mit der angeborenen Leidenschaft für das Fahrradfahren, kann Holger Wortberg das nur bestätigen: „Hier wird die Begeisterung für das Fahrradfahren geweckt! Auf 2.000 Kilometer ausgebauten Radwegen ist für jeden etwas dabei.“

Wer die Niederrhein-Region eher auf dem Wasser erkunden möchte, findet hier ebenfalls das passende Angebot: Die ruhige Niers eignet sich auch für Paddel-Anfänger. Überhaupt lassen sich hier Natur und Sport bestens miteinander verbinden. Auf dem Volleyball-, Basketball- und Kleinspielfeld oder beim Outdoor-Tischtennis der Jugendherberge lassen sich einige spannende Partien schlagen. Abends treffen sich dann alle beim gemeinsamen Grillabend oder beim Geschichtenerzählen am Lagerfeuer. Kulturliebhaber haben in Kevelaer einiges zu entdecken. So erzählt uns Holger Wortberg, dass Kevelaer zu Deutschlands wichtigsten Wallfahrtsorten gehört: „Schon seit dem 17. Jahrhundert besuchen Pilger aus aller Welt die bekannten Wallfahrtsstätten, wie die Gnadenkapelle, die Kerzenkapelle und die Basilika.“

„Und auch in der Umgebung gibt es viele Sehenswürdigkeiten“, fährt er fort. „Das niederrheinische Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte mit großer Spielzeugsammlung oder die Römerstadt Xanten beispielsweise sind immer einen Besuch wert“, erzählt er.

Was ihm aber ganz besonders am Herzen liegt, ist die herzliche und natürliche Atmosphäre des am Waldrand gelegenen Hauses. Als langjähriger Pfadfinder verwundert es nicht, dass Holger Wortberg dem Gemeinschaftsgedanken einen sehr hohen Wert beimisst: „Jeden Tag lernt man neue Menschen kennen, die Atmosphäre ist locker, hier lebt man gemeinschaftlich – man kann einfach nur mit Herzblut dabei sein! Hinzu kommt, dass mein Beruf sehr viel Abwechslung mit sich bringt. Kindern Geschichten zu erzählen oder mit ihnen zu spielen, macht mir genau so viel Spaß wie Programme auszuarbeiten, Kunden zu beraten oder etwas im Haus instand zu setzen“, schwärmt er. „Worauf ich mich besonders freue, ist es, bald Wochenendgruppen hier begrüßen zu können. Wir entwickeln gerade sowohl Wochenend-Programme als auch Ferienangebote, die wir bald anbieten können“, erklärt er.