Unsere diesjährige Inszenierung „Alice im Wunderland“ basiert auf dem im Jahr 1865 erschienenen Kinderbuch „Alice in wonderland“, welches als eines der hervorragenden Werke aus dem Genre des literarischen Nonsens gilt. Gemeinsam mit der 1871 erschienenen Fortsetzung „Alice hinter den Spiegeln“ wird dieser Roman zu den Klassikern der Weltliteratur gezählt. Es wurde dutzende Male für die Bühne adaptiert und verfilmt.

Komisch, gestern war doch alles noch ganz normal.“ Aber da hatte Alice, die wegen ihrer Tagträumereien nachsitzen muss, auch noch kein weißes Kaninchen gesehen. Ein sprechendes Kaninchen mit einer Uhr! Und weil es ihr sowieso zu langweilig ist, hundert Mal zu schreiben: „Ich soll im Unterricht nicht vor mich hinträumen“, läuft sie ihm hinterher und fällt in das Kaninchenloch, fällt und fällt. Bis zum Mittelpunkt der Erde, wo alles anders ist und gar nicht mehr normal.

Eine abenteuerliche Reise nimmt ihren Lauf, denn im Wunderland gelten andere Regeln und Alice muss sich mutig so mancher Herausforderung stellen. Das Mädchen begegnet vielen merkwürdigen und erstaunlichen Gestalten: der Grinsekatze, die plötzlich verschwinden und woanders wieder auftauchen kann, einer weisen, Pfeife rauchenden Raupe, bis hin zu einem verrückten Hutmacher, der gemeinsam mit dem vornehmen Märzhasen und der übermüdeten Haselmaus eine ganz und gar eigentümliche Teegesellschaft abgibt. Doch Alice lernt nicht nur viel über sich selbst, sondern muss sich am Ende auch noch der gefürchteten Herzkönigin stellen.

So verrückt ihre Reise auch sein mag, Alice begegnet nicht nur Fantasiefiguren! Vielmehr sind sie Abbilder einer verständnislosen und unverständlichen Erwachsenenwelt in verfremdeter Form.

Alice muss sich allerdings nicht nur mit ihrer Umwelt auseinandersetzen, sondern auch mit ihrer eigenen Entwicklung, dem Erwachsenwerden und ihren Versagensängsten. Ihre Lehrerin, die ihr im Traum als Herzkönigin begegnet, entpuppt sich dabei als wenig hilfreich. In all diesen Begegnungen erweist sich Alice als höfliches und tapferes Mädchen, das von ihrer Umwelt aber vielmehr als dumm und frech bezeichnet wird. So muss sie sich schließlich selbst aus ihrem Traum befreien.

Unsere Inszenierung bietet ein Musik-Theater-Stück für Schauspiel, Orchester, Chor und Tanz.

 

Theater – und Musik-AG

der Städtischen Realschule Kevelaer

und der Gesamtschule

Kevelaer-Weeze

zeigen

„Alice im Wunderland“

Ein musikalisches Theaterstück

– nach dem Roman von Lewis Carroll –

mit musikalischen Arrangements von

M. Cuypers, D. Menskes und I. Schäfer

 

Zur Musik:

Das Zusammenspiel von Theater und Musik ist ein prägendes Element der Theaterauffüh­rungen der Städtischen Realschule Kevelaer. Stets werden Musikstücke ausgesucht, die das Drama inhaltlich und stilistisch ergänzen und untermalen. Die Bandbreite reicht diesmal von Hits der aktuellen Charts bis zum Volkslied.

Wie in der Programm- und Filmmusik üblich dramatisiert die Musik die Bühnenhandlung. Ein wichtiges Auswahlkriterium für die aufgeführten Stücke war der Inhalt der Texte, unabhängig davon, ob er auf Deutsch oder Englisch abgefasst ist. Die Musik hat dabei stets einen direkten Bezug zur Szene.

Um die Stücke für das Schulorchester spielbar zu machen, musste die Musik von den Musiklehrern Michael Cuypers, Dorothee Menskes und Ingo Schäfer komplett überarbeitet und neu arrangiert werden. Dabei stand allerdings nicht die Werktreue zum Original im Vordergrund. Das aus einer Rhythmusgruppe, Bläsern und Orffinstrumenten gebildete Orchester stellt aufgrund seines spezifischen Klanges besondere Anforderungen an ein Arrangement. Bei der musikalischen Umsetzung der ausgewählten Stücke erforderte dies nicht selten, unkon­ventionelle Wege einzuschlagen, um das betreffende Stück für die Schülerinnen und Schüler spiel- und singbar zu machen.

Dem Orchester an die Seite gestellt ist der speziell für das Musik-Theater zusammenge­stellte Chor, der die Solisten des Stücks gesanglich ergänzt und unterstützt. Zahlreiche Songs werden nach choreografischen Ideen des Tanzensembles unter der Leitung von Claudia Kanders tänzerisch „in Szene gesetzt“.

Im Jahr 2015 nehmen erstmals auch Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kevelaer-Weeze als Musiker oder Sänger am Theaterprojekt teil.

Veranstalter Theater- und Musik-AG der Städtischen Realschule Kevelaer und der Gesamtschule Kevelaer-Weeze

Veranstaltungsort Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer

Termine 25. und 26. März 2015 um 19.00 Uhr als öffentliche Aufführungen
26. April 2015 vormittags vor eingeladenen Schulklassen aus Schulen der Umgebung als nicht-öffentliche Veranstaltung

Eintrittspreise € 4,00 für Kinder/Jugendliche € 7,00 für Erwachsene

Vorverkauf ab 10. März 2015 in der Bücherstube im Centrum und im Schulzentrum Kevelaer (Gebäude 1, 1. große Pause)

Beteiligte ca. 100 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen 5 – 10 im Orchester, im Chor, im Tanzensemble, als Schauspieler und im Bereich Bühne (Souffleuse, Requisite, Maske).


am Projekt beteiligte LehrerInnen:

Dorothee Menskes Einstudierung, Leitung Bläserensemble
Ingo Schäfer Einstudierung, Leitung Theaterchor und -solisten
Claudia Kanders Choreographie, Einstudierung und Leitung Tanz
Manfred Beckert, Eva Tannhäuser Projekt Plakat / Bühnenbild / Requisiten
Andrea Schwanitz Herstellung von Kostümen / Maske
Michael Cuypers Einstudierung Orchester, Orchesterleitung
Saskia Reinkens Einstudierung Schauspiel / Regie

Probenarbeit seit Beginn des Schuljahres 2014/15 in je zwei Unterrichtsstunden pro Woche, in der Endphase Samstags- und Wochenendproben